Dienstag, 29. Mai 2012

Erstes Ultraschallbild – oder das Rätsel, was es wird?

Heute waren wir beim Arzt. Und ich war dabei, denn das erste Ultraschallbild unseres Kindes wollte ich mir nicht entgehen lassen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich dem Termin entgegengefiebert habe und wie oft ich mich gefragt habe, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Ich glaube, das war fast lächerlich. Natürlich darf meine Freundin auch nichts mehr tragen und zum Einkaufen komme ich auch immer mit, wenn ich es schaffe. Ansonsten bitte ich einen gemeinsamen Freund, sie zu begleiten. Ich glaube, sie findet das wirklich lustig, weil sie mich so einfach nichtkennt. Aber irgendwie kann ich nicht anders. Ich will nur, dass alles gutgeht! Und so war ich ziemlich anstrengend, als es an das Ultraschallbild ging und habe die Ärztin mit Fragen gelöchert. Aber am Ende war klar, dass alles in Ordnung ist. Da meine Freundin schon im 3. Monat ist, hätte man sehen können, was es wird – aber unser Kind hat sich umgedreht und die Erkennungsmerkmale versteckt.

Freitag, 25. Mai 2012

Langsam spricht es sich rum

Gestern haben wir zuerst ihre und dann meine Eltern besucht und die frohen Neuigkeiten verkündet. Ihre Mutter ist selbst darauf gekommen – und zwar anhand des Rings, den meine Freundin – oder auch meine Verlobte- getragen hat. Und auf die zweite Neuigkeit ist sie fast gleichzeitig gekommen, weil sie den Kaffee abgelehnt hat. Immerhin soll Kaffee schädlich für das Ungeborene sein. Wir wollten das eigentlich erst nach Kaffee und Kuchen bekanntgeben, aber ihre Mutter kam uns zuvor. Es ist schön, so viel Freude zu sehen! Natürlich wurde direkt gefragt, was es wird und wann wir heiraten – aber das wissen wir selbst auch noch nicht. Danach, zwei Tage später, waren wir mit meinen Eltern essen – und denen haben wir es auch dann erzählt. Mein Vater ist fast geplatzt vor Stolz und meine Mutter hat nur immer wieder gesagt, dass sie nicht mehr gedacht hätte, dass eins von beidem passiert und jetzt würde auf einmal beides passieren.

Dienstag, 8. Mai 2012

Erster Schock vorbei

Ein Ereignis jagt das andere. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich nach einer schlaflosen Nacht, in der ich die ganze Zeit meine Freundin angeschaut habe und mich gefragt habe, wie es weitergeht, wie ich als Vater sein werde, wie sie als Mutter sein wird, den Entschluss gefasst habe, sie zu heiraten? Aber genau so war es! Wir hatten ausgemacht, am ersten Abend, nachdem wir von ihrer Schwangerschaft erfahren haben, nicht weiter darüber zu sprechen, sondern jeder für sich zu bleiben, weil wir beide gar nicht wussten, was wir eigentlich wollen. Aber dann bin ich am nächsten Tag in einer kurzen Pause zum nächsten Juwelier gerast und zum Feinkostgeschäft. Abends habe ich dann mit Kerzen und Rosen auf sie gewartet und für sie gekocht. Und nach dem Essen habe ich sie gefragt. Und – das war die längste Pause meines Lebens, aber in Wirklichkeit war es wahrscheinlich nur eine halbe Minute der Überraschung – dann hat sie Ja gesagt!

Donnerstag, 3. Mai 2012

Thema doch nicht mehr vertagt


Sie ist schwanger. Wer hätte das gedacht. Gestern Morgen, an unserem freien Tag, den wir eigentlich gemütlich im Bett beginnen wollten, kam meine Freundin ganz entsetzt aus dem Badezimmer. Mit dem berühmten Test in der Hand. Und er war positiv. Sie hat mir dann erzählt, dass sie schon in Thailand gemerkt hat, dass ihre Regel ausgeblieben ist, aber dass sie sich erst nichts dabei gedacht hat. Beim zweiten Mal aber war sie misstrauisch und hat den Test gemacht. Wir wussten erst einmal gar nichts zu sagen. Dann hat sie beim Frauenarzt angerufen und ist mit mir hingefahren. Ich habe draußen im Auto gewartet und es war ungelogen die schlimmste Stunde meines Lebens. In meinem Kopf ging alles durcheinander und am Ende konnte ich nur noch denken, dass ich traurig wäre, wenn’s doch nicht so wäre. Aber die Ärztin hat das Ergebnis bestätigt. Tja Leute, was sagt man dazu? Ich bin sprachlos. Ich bin überglücklich und gleichzeitig voller Angst. Ich werde Papa!

Mittwoch, 25. April 2012

Indienreise geplant


Ich habe mir gerade erneut durchgelesen, was ich letzte Woche geschrieben habe. Das war echt nicht mein Tag, wie man beim Lesen doch deutlich merken konnte. Aber jetzt habe ich wieder Oberwasser, diese Woche habe ich meine Pläne durchsetzen können und war auch regelmäßig trainieren. Es wird wieder. Noch dazu hat mich meine Freundin heute Abend mit einem tollen, selbstgekochten Essen überrascht. Sie weiß immer, wie ich mich fühle und schafft es immer wieder, mich aufzumuntern. Und morgen fahre ich zu einem Kollegen nach Berlin, der, mit dem ich auch die Goa- und Westindien-Reise in vier Monaten geplant habe. Die Buchungen für die Flüge sind vorgestern rausgegangen. Bei sowas freue ich mich immer, dass mir als Mitarbeiter der Airline Mitarbeiterrabatt zusteht. Und morgen Abend planen wir dann die Route und kümmern uns um Unterkünfte und so weiter. Wir halten zwar immer alles locker, aber trotzdem muss man, gerade bei Indien, ein bisschen Bescheid wissen.

Mittwoch, 18. April 2012

Stress

Das war vielleicht mal eine anstrengende Woche! Ein paar Kollegen sind krank geworden und da ich Bereitschaft hatte, musste ich einspringen. Das hat mir überhaupt nicht in meinen Tagesplan gepasst, aber letztendlich bin ich selbst schuld, schließlich sollte ich ja jederzeit damit rechnen, einspringen zu müssen. Jedenfalls bin ich einfach nur müde und unzufrieden mit mir selbst. Ich habe wieder etwas zugenommen und es nicht geschafft, so viel Sport zu machen, wie ich es mir gewünscht hätte. Es kann doch nicht nur eine anstrengende Woche mal dazwischen kommen und ich vergesse direkt alle meine Regeln bzw. schaffe es nicht, sie umzusetzen. Unter sowas leidet meine Lebensqualität. Das sind die Zeiten, wo ich meinen Job hasse und mich auf einmal nicht mehr an das aufregende Gefühl, in der Luft zu sein, erinnern kann. Ich gehe gleich auch direkt ins Bett. Wollte eigentlich ins Fitnessstudio, aber Steffen hat mir abgesagt. Einfach ein blöder Tag heute.

Montag, 16. April 2012

Thema erst einmal vertagt

Inzwischen ist der Geburtstag natürlich schon vorbei. Wir haben nichts Großes gemacht, ich habe nur ein paar Freunde und Kollegen von der Airline zu uns eingeladen und meine Freundin hat gekocht. Mit meinen Eltern sind wir dann essen gegangen, asiatisch, und diesmal hat auch meine Schwester mit ihrem Mann, der Ingenieur bei der BASF ist, es geschafft, dazuzukommen. Sie hat glücklicherweise einen Babysitter für den Abend gefunden. Und es war wirklich schön, sie mal wieder länger zu sehen und nicht nur als Mutter zu erleben. Es war aber insgesamt eine eher ruhigere Sache. Sicher fragt ihr euch, warum ich in der Überschrift geschrieben habe, dass das Thema vorerst vertagt ist. Ganz einfach, ich will noch etwas warten und den Gedanken in mir reifen lassen. Vielleicht weiß ich in ein paar Wochen oder Monaten ja schon eher, was ich will. Und zu alt bin ich nicht, vor allem heutzutage nicht. Meine Freundin erst recht nicht.